DFG-Forschergruppe 1789 „Intermolekular Coulomb-Zerfall“

Intermolekularer Coulomb-Zerfall (ICD) ist ein Mechanismus, durch den elektronisch angeregte Moleküle ihre Energie abgeben und an ihre Umgebung verteilen. Spezifisch für ICD ist, dass mit dem Energieüberschuss an einer Stelle ein Molekül an einer anderen Stelle, zum Beispiel ein Nachbarmolekül des angeregten Zustands, ionisiert wird. Solche Zerfälle werden erst seit etwa zehn Jahren erforscht, obwohl sie wahrscheinlich in vielen Flüssigkeiten und an organischen Oberflächen, Eisfilmen etc. eine Rolle spielen. Bis jetzt am besten verstanden ist ICD in van-der-Waals Clustern aus Edelgasen (siehe Bild). Die Gruppe am IOM setzt Elektron-Elektron-Koinzidenzspektroskopie ein, um ICD in einem liquid jet nachzuweisen.

Sprecher:
Prof. Dr. Reinhard Dörner
Goethe-Universität Frankfurt a. Main
Institut f. Kernphysik / Fachbereich Physik

Kontakt IOM:
Dr. Uwe Hergenhahn

http://www.icd.uni-frankfurt.de/