Übersicht Organisation Mitarbeiter Aktuelles Stellenangebote Diplomarbeiten Anfahrt Schwerpunkte koord. ProjekteTechnologietransfer Publikationen Patente Jahresberichte Dissertationen Kolloquien Vorlesungen Tagungen
Links


F&E Schwerpunkte / Schwerpunkt: Ultra-Präzisions Oberflächenformgebung

Untersuchungen zu Plasmajetanwendung in der Zahnmedizin

Nicht-thermische atmosphärische Plasmen haben vielseitige Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Oberflächenbearbeitung. Dazu zählen die Oberflächenätzung, Änderung der Benetzbarkeit von Oberflächen, Abscheidung von Materialien sowie die Oberflächenreinigung.

Am IOM wurde ein atmosphärischer, mikrowellenangeregter Plasmajet niedriger Leistung und niedriger Plasmatemperatur von ca. 40°C entwickelt. Dadurch erschließen sich neue Anwendungsfelder für den Einsatz im Bereich wärmeempfindlicher Materialien und damit auch der Medizin. Die Kleinheit der Plasmajetquelle und die Dimensionen des Plasmajet von ca. 5 mm Länge und ca. 1,5 mm Halbwertbreite sind für lokale medizinische Anwendungen sehr geeignet. In einem vom BMBF für drei Jahre geförderten Verbundprojekt mit der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde der Universität des Saarlandes Homburg soll in einem sogenannten Schlüsselexperiment das Potenzial des Plasmajets für zahnmedizinische Therapie und Prophylaxe untersucht werden. Im Erfolgsfalle könnte das zur Entwicklung eines Behandlungsgerätes führen. Vorteile dieser Methode wären eine berührungslose und vermutlich schmerzreduzierte Behandlung. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Plasmajettechnik recht kostengünstig z.B. im Vergleich zu Lasergeräten ist.


Untersuchungen zu Wirkungen eines kalten Plasmajets auf Zahnoberflächen

Vorwiegend in experimentelle Arbeiten zur Materialbearbeitung von Zahnmaterialien und -oberflächen werden zunächst diesbezügliche Daten zum Abtrags- und Materialauftragsverhalten gesammelt und danach Optimierungen hinsichtlich der Anwendbarkeit durchgeführt. Das schließt Entwicklungen an der Plasmajetquelle und zu den anwendungsspezifischen Verfahrenparametern sowie zu Fragen der Vermeidung von Gefährdungen durch Mikrowelle und im Plasma erzeugter chemische Spezies ein.

Untersuchungsschwerpunkte sind Oberflächenmodifizierung von Zahnschmelz zur Reduktion des Kariesrisikos, Versiegelung initialer kariöser Läsionen, selektiver plasmachemischer Abtrag kariöser Zahnhartsubstanz, selektiver plasmachemischer Abtrag parodontaler Biofilme und die Desinfektion parodontaler Taschen.

 

Kontakt

PD Dr. Axel Schindler
    Tel.: +49 (0)341 235-2234, email: axel.schindler (at) iom-leipzig (Punkt) de

Antje Lehmann
    Tel.: +49 (0)341 235-2727, email: antje.lehmann (at) iom-leipzig (Punkt) de

Siehe auch