Besuch des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen am Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e. V. (IOM)


Am Freitag, dem 30. August 2013, besuchten der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Herr Stanislaw Tillich sowie Frau Bettina Kudla (MdB) mit einer Gruppe von Begleitpersonen und Pressevertretern das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung in Leipzig. Gegen 13.00 Uhr traf die Delegation ein und wurde von der Institutsleitung, Herrn Prof. Dr. B. Rauschenbach und Herrn Prof. Dr. B. Abel in Empfang genommen und begrüßt. Die ca. einstündige Veranstaltung fand im neuen Hörsaal des IOM-Neubaues (Geb. 18) statt. Nach ein paar kurzen Grußworten durch die Institutsleitung sprach der Ministerpräsident, Herr Stanislaw Tillich zu den MitarbeiterInnen des IOM sowie geladenen Gästen und übergab anschließend das Wort an Frau Bettina Kudla.

Im Anschluss daran erfolgte ein kurzer Institutsrundgang an zwei ausgewählte Besichtigungsstationen des IOM. Im Leipziger nanoAnalytikum (LenA), gefördert vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union, konnten die Gäste eines der leistungsfähigsten Elektronenmikroskope in Europa besichtigen und in Erfahrung bringen, wie sich einzelne Atome abbilden lassen oder wie deren chemische Natur analysiert werden kann. Zudem erhielten die Besucher einen Einblick in Ultra-Präzisionsmesstechniken an Oberflächen, an dem Multi-Probe 3D-Koordinatenmessgerät (ISARA 400), welches die Vermessung von großen komplexen Bauteilen auf Nanometer-Niveau ermöglicht.

Die Besucher konnten sich von den besonderen Arbeitsbedingungen, der Leistungsfähigkeit und der Industrienähe des IOM´s überzeugen und Gespräche zu Strategien und Besonderheiten des IOM sowie zu kürzlich eingeworbenen Großprojekte führen. Das IOM beschäftigt aktuell etwa 150 Mitarbeiter. Es gehört zu den drittmittelstärksten Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft mit exzellenten Industriekontakten und -kooperationen und hat bisher sechs „spin-offs“ (Firmenausgründungen) hervorgebracht.

Der Ministerpräsident und sein Team konnten sich außerdem davon überzeugen, dass das IOM in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich Großprojekte eingeworben hat, wie das Leipziger nanoAnalytikum (LenA) oder Anfang diesen Jahres einen 10MeV Elektronenbeschleuniger. Diese Förderungen versprechen nicht nur exzellente Forschungsmöglichkeiten und -bedingungen sondern auch eine Stärkung der regionalen Industrie und der zugehörigen Arbeitsplätze.

Schließlich kann damit die bereits sehr erfolgreiche Bilanz des IOM, Technologie-Unternehmen zu stärken und die Reihe von Unternehmens-Neugründungen aus dem IOM heraus - durch hervorragende FuE-Ergebnisse mit Technologiepotential einerseits und durch Ausbildung hochqualifizierter junger ExpertInnen andererseits - verstärkt fortgesetzt werden.

Wie schon vom IOM in den letzten Jahren gezeigt, erwächst aus einer solchen Strategie langfristig eine nachhaltige Wirkung mit gesellschaftspolitischer Relevanz, zunächst zur Stabilisierung des FuE-Standortes und nach und nach auch des Produktionsstandortes Leipzig, mit dem Potential, eine eigene Dynamik bei der Gestaltung des technischen Fortschritts, insbesondere auch durch Firmenausgründungen auf dem Technologiefeld der nanostrukturierten Oberflächen zu entwickeln. Rauschenbach und Abel dazu: „Es ist uns und der Politik in Sachsen bewusst, dass wirtschaftliche Erfolge von Morgen entscheidend davon abhängen, was heute in Forschung und Entwicklung investiert wird.“

Kontakt:
Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM) Leipzig
04318 Leipzig, Permoserstr. 15
www.iom-leipzig.de