Besuch bei scia Systems: Neue Ionenstrahlätzanlage für das IOM im Aufbau

IOM-Kollegen vor der neuen, sich noch im Aufbau befindlichen RIBF1000-Anlage im Reinraum von scia Systems in Chemnitz. Foto: Daniel Hofmann

Mitarbeitende der IOM-Arbeitsgruppe „Ionenstrahlgestützte Strukturierung und Glättung“ waren am vergangenen Donnerstag bei scia Systems in Chemnitz zu Gast. Im Mittelpunkt des Besuchs standen der fachliche Erfahrungsaustausch sowie die Diskussion neuester Ergebnisse auf dem Gebiet der ionenstrahlgestützten Oberflächenbearbeitung.

Darüber hinaus erhielten die IOM-Kollegen Einblicke in die Reinräume von scia Systems. Ein besonderer Höhepunkt war die Besichtigung der noch im Aufbau befindlichen RIBF1000-Anlage, die derzeit für das IOM gefertigt wird und im Dezember 2026 am Institut installiert werden soll.

Die Anlage wird im Rahmen einer Infrastrukturmaßnahme durch die Sächsische Aufbaubank (SAB) und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert und angeschafft. Damit erweitert das IOM gezielt seine Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der optischen Präzisionsbearbeitung. Ionenstrahlgestützte Technologien zur Formbearbeitung, Glättung und Strukturierung optischer Oberflächen gelten als Schlüsseltechnologien für die Herstellung hochpräziser optischer Komponenten. Mit der neuen Anlage sollen künftig sowohl anwendungsorientierte als auch grundlagenbezogene Forschungsfragen zum reaktiven Ionenstrahlätzen bearbeitet werden.

Im Fokus stehen dabei unter anderem optische Komponenten für Hochleistungsanwendungen, etwa Antireflexstrukturen oder Pulskompressionsgitter für leistungsstarke Lasersysteme. Solche Komponenten sind von großer Bedeutung für Zukunftstechnologien wie die Laserfusion. Die neue Anlage schafft die Voraussetzung, Bearbeitungsprozesse mit besonders hoher Präzision weiterzuentwickeln und optische Oberflächen auf einem neuen Qualitätsniveau zu strukturieren.

Der Besuch bei scia Systems bot damit eine wichtige Gelegenheit, den Fortschritt beim Anlagenaufbau direkt vor Ort zu verfolgen, technische Details mit den Anlagenentwicklern zu diskutieren und den Austausch zwischen Forschung und Industrie weiter zu vertiefen.