DFG bewilligt dritte Förderperiode für SFB/TRR CataLight – IOM erstmals beteiligt

10 MeV-Beschleuniger im Hertz-Elektronenstrahllabor des IOM. Foto: Jan Woitas

Photoreaktor. Foto: Martin Schulz / FSU Jena

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Sonderforschungsbereich/Transregio 234 „CataLight – Lichtgetriebene molekulare Katalysatoren in hierarchisch strukturierten Materialien“ für eine dritte und zugleich letzte Förderperiode bewilligt. Erstmals ist nun auch das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM) offiziell Teil des Verbunds, der von der Universität Ulm und der Friedrich-Schiller-Universität Jena federführend geleitet wird. Das IOM stärkt die Forschung innerhalb des Transregios mit seinen Expertisen in Pulsradiolyse und spektroskopisch-mechanistischer Analytik.

Der SFB/TRR CataLight erforscht, wie sich Sonnenlicht effizient für chemische Reaktionen nutzen lässt – insbesondere zur nachhaltigen Herstellung solarer Brennstoffe wie grünem Wasserstoff. Inspiriert von der natürlichen Photosynthese entwickeln die Forschenden neuartige lichtgetriebene Katalysatorsysteme, bei denen molekulare funktionelle Einheiten gezielt in strukturierte Materialien eingebettet werden. Ziel ist es, chemische Energieumwandlung effizienter, stabiler und langfristig nachhaltiger zu gestalten.

In der nun bewilligten dritten Förderperiode sollen die bislang entwickelten Einzelkomponenten noch stärker zu integrierten Gesamtsystemen verknüpft werden. Dabei spielen materialwissenschaftliche Fragestellungen eine zentrale Rolle – ein Bereich, in dem das IOM seine Kompetenzen gezielt einbringen wird.

Mit der Beteiligung an CataLight erweitert das IOM seine Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Energie- und Materialforschung und stärkt zugleich die wissenschaftliche Vernetzung innerhalb der mitteldeutschen Forschungslandschaft.