Von Leipzig nach Stockholm: DFG-Förderung verbindet die Oberflächenforschung am IOM und an der KTH

Dr. Noah Al-Shamery (links) und Master-Student Muhammad Usman (rechts). Foto: Noah Al-Shamery

Dr. Noah Al-Shamery (dritter von links) in der Gruppe von Dr. Kirill Monakhov (erster von rechts). Foto: Sebastian Kawa

Dr. Noah Al-Shamery, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Schaltbare molekular-funktionalisierte Oberflächen“ am IOM, erhält eine 24-monatige Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Walter Benjamin-Programm. Das Programm ermöglicht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einer frühen Karrierephase, nach der Promotion ein eigenständiges Forschungsprojekt durchzuführen und ihr wissenschaftliches Profil weiterzuentwickeln.

Im Rahmen seines Projekts A-SPM (Advanced Scanning Probe Microscopy) wird Al-Shamery fortgeschrittene rastersondenmikroskopische und elektrochemische Methoden einsetzen, um Ladungsspeicher- und Informationsschreibmechanismen in nachhaltigen funktionalen Materialien auf der Mikro- und Nanoskala zu untersuchen. Dabei kommen unter anderem die Scanning Electrochemical Cell Microscopy (SECCM) sowie komplementäre spektroskopische und rastersondenmikroskopische Verfahren zum Einsatz. Ziel ist es, lokale elektrochemische Prozesse besser zu verstehen und neue methodische Ansätze für die Untersuchung und gezielte Programmierung funktionaler Oberflächen zu entwickeln.

Die Förderung verbindet zwei internationale Forschungsumgebungen: In den ersten zwölf Monaten wird Al-Shamery sein Projekt im Rahmen einer Walter Benjamin-Stelle am IOM in Zusammenarbeit mit Dr. Kirill Monakhov durchführen. Anschließend folgt ein zwölfmonatiges Walter Benjamin-Stipendium am KTH Royal Institute of Technology in Stockholm in Zusammenarbeit mit Prof. Tobias Benselfelt. Dadurch werden die am IOM etablierten Kompetenzen in der Oberflächenforschung und Nanoelektrochemie mit komplementären Methoden und Materialien international verknüpft.

Al-Shamery ist seit Mai 2026 am IOM tätig. Zuvor absolvierte er einen Joint PhD an der Nanyang Technological University in Singapur und der University of Warwick in Großbritannien. Mit der DFG-Förderung baut er nun am IOM als Postdoc seine eigenständige Forschungsrichtung im Bereich Advanced Scanning Probe Microscopy weiter aus. Neben seiner Forschung beteiligt er sich bereits an der Betreuung von Studierenden und wird künftig auch Aufgaben in der Lehre übernehmen.

Die Bewilligung stärkt zugleich die Forschung zu fortgeschrittenen Charakterisierungsmethoden und funktionalen Oberflächen am IOM und erweitert die internationalen Kooperationen des Instituts.