Im Juni 2026 fand in Helsinki die 24. International Conference on Ion Beam Modification of Materials (IBMM-24) statt. Die im zweijährigen Turnus ausgerichtete internationale Fachkonferenz brachte 213 Teilnehmende zusammen. Das wissenschaftliche Spektrum reichte von Strahlungseffekten und Selbstorganisationsprozessen bis hin zum Einsatz von Ionenstrahlen für die Entwicklung und Fertigung von Quantencomputern.
Das IOM war mit vier Forschenden und insgesamt sechs wissenschaftlichen Beiträgen vertreten. Teilgenommen haben Dr. Darina Manova und Dr. Stephan Mändl aus der Querschnittseinheit „Werkzeuge“, Dr. Yeliz Unutulmazsoy aus der Arbeitsgruppe „Plasmagestützte Schichtabscheidung“ im Forschungsbereich „Barriere- und Präzisionsschichten“ sowie Yingjuan Duan aus der Arbeitsgruppe „Ionenstrahlgestützte Strukturierung und Glättung“ im Forschungsbereich „Ultra-Präzisionsoberflächen“.
Die Vielfalt der vorgestellten Arbeiten spiegelte das breite Methoden- und Kompetenzspektrum des IOM wider und stärkte zugleich die internationale Sichtbarkeit des Instituts. Von insgesamt 240 eingereichten Beiträgen wurden 52 für einen Vortrag ausgewählt. Ergänzt wurde das Vortragsprogramm durch mehr als 150 Posterpräsentationen.
Ein besonderer Höhepunkt war der eingeladene Vortrag von Dr. Yeliz Unutulmazsoy. Sie stellte Untersuchungen zu den relativen Beiträgen kinetischer und potenzieller Energie bei der Schichtabscheidung in energetischen Depositionsprozessen vor. Ein vertieftes Verständnis der zugrunde liegenden physikalischen Mechanismen kann dazu beitragen, die Qualität abgeschiedener Schichten künftig präziser vorherzusagen.
In fünf weiteren Posterbeiträgen präsentierten die IOM-Forschenden aktuelle Ergebnisse zur in-situ Analytik mit Niederenergie-Ionenstrahlen, zu Zerstäubungsmessungen an für die Raumfahrt relevanten Kombinationen von Ionen und Oberflächen sowie zu dynamischen Messungen der Sekundärelektronenausbeute. Weitere Themen waren die räumliche Verteilung der von einer Breitstrahlionenquelle emittierten Teilchen und die Rippelbildung auf Oberflächen beim Beschuss mit reaktiven Ionenstrahlen.
Darüber hinaus nahm Yingjuan Duan am „Three Minute Thesis“-Wettbewerb teil, bei dem wissenschaftliche Forschung innerhalb von drei Minuten verständlich und prägnant präsentiert wird.

