IOM-Forschende präsentieren ihre Arbeit auf dem 10. EuChemS Chemistry Congress (ECC10) in Antwerpen

Noah Al-Shamery (links) bei der Verleihung des EuChemS Certificate of Recognition.

Noah Al-Shamery während des Jugendprogramms der Veranstaltung (Bildnachweis: EYCN/Maximilian Menche).

Alina Petrovskaia während ihres Vortrags.

Stanislav Petrovskii während seines Vortrags.

Vom 12. bis 17. Juli 2026 nahmen Forschende der IOM-Forschungsgruppe „Schaltbare molekular funktionalisierte Oberflächen“ am 10. EuChemS Chemistry Congress (ECC10) in Antwerpen, Belgien, teil. Der Kongress zählt zu den größten internationalen Chemiekonferenzen Europas.

Im Rahmen der Veranstaltung stellten Noah Al-Shamery, Alina Petrovskaia und Stanislav Petrovskii ihre neuesten Forschungsergebnisse in Vorträgen vor. Damit präsentierten sie die Aktivitäten des IOM auf dem Gebiet der modernen Oberflächenwissenschaften und -technologien.

Stanislav Petrovskii berichtete über seine Forschung zur Verbindung der chemischen Synthese organisch-anorganischer Polyoxometallat-Hybride (POM-Hybride) mit der molekularen Modifikation von Oberflächen. Die vorgestellten Ergebnisse umfassen eine systematische Untersuchung der durch Struktur und Lösungsmittel bestimmten Adsorptionsmuster von Thiophen-funktionalisierten POMs auf Au(111) und bieten einen umfassenden Bottom-up-Ansatz für das Engineering von POM-funktionalisierten Metalloberflächen.

Alina Petrovskaia stellte ihre Forschung zur kontrollierten Herstellung hybrider Hydrogelmaterialien mit kovalent integrierten Metall(oxo)clustern vor. Die Studie zeigt die Vorteile der Verwendung von Vinyl-derivatisierten Metall(oxo)clustern als Photoinitiatoren und Vernetzer für die Synthese von Hydrogelfilmen mit unterschiedlichen Strukturen und bestätigten antibakteriellen Eigenschaften.

Noah Al-Shamery präsentierte seine Forschung zur Rasterelektrochemischen Zellmikroskopie (SECCM). Dabei gab er einen Überblick über bisherige Entwicklungen auf dem Gebiet der elektrochemischen Bildgebung und vermittelte erste Einblicke in seine aktuelle Postdoc-Arbeit am IOM zur elektrochemischen Redox-Programmierung von Oberflächen. Seine Forschung trägt zur Entwicklung fortschrittlicher Methoden für das Engineering und die Charakterisierung funktioneller Oberflächen bei.

Neben seinem wissenschaftlichen Vortrag wurde Noah Al-Shamery als Finalist des European Young Chemists’ Award (EYCA) 2026 ausgezeichnet. Dieser zählt zu den wichtigsten Preisen, die im Rahmen des EuChemS Chemistry Congress verliehen werden. Gemeinsam mit dem Vorstand des European Young Chemists’ Network (EYCN) erhielt er zudem das EuChemS Certificate of Recognition. Damit wurden sein engagierter Einsatz, seine Führungsrolle und seine Beiträge zum EYCN in den ersten zwanzig Jahren seines Bestehens gewürdigt.

Darüber hinaus war Noah Al-Shamery maßgeblich an der Organisation des diesjährigen Jugendprogramms beteiligt. Beim ECC11, der 2028 in Wien stattfinden wird, wird er die Organisation des Jugendprogramms leiten.

Die Teilnahme der IOM-Forschenden am ECC10 unterstreicht das aktive Engagement des Instituts in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und seine Beiträge zur Spitzenforschung im Bereich des Oberflächen-Engineerings.