Am 3. März 2026 fand an der University of Southampton der erste internationale POMORPHICS-Workshop statt – ein wichtiges Treffen für die Community der molekülbasierten neuromorphen Technologien. Organisiert wurde der Workshop von Prof. Dimitra Georgiadou und Dr. Evangelia Founta in Zusammenarbeit mit Dr. Kirill Monakhov, dem Leiter der IOM-Arbeitsgruppe „Schaltbare molekular-funktionalisierte Oberflächen”.
Der von der Royal Society of Chemistry (RSC) geförderte Workshop bot ein hochrangiges, interdisziplinäres Forum zur Diskussion aktueller Fortschritte und Perspektiven beim Einsatz atomarer und molekularer Schalter – einschließlich Polyoxometallaten (POMs) – in neuroinspirierten elektronischen Architekturen.
Marco Moors, Mitarbeiter der Arbeitsgruppe von Dr. Monakhov am IOM, hielt den Vortrag „Polyoxovanadates as Molecular Switches – From Fundamentals to Applications“. Darin stellte er aktuelle Ergebnisse der Arbeitsgruppe zu multistufigem molekularem Schalten und Grenzflächen-Engineering für neuartige neuromorphe Bauelemente vor.
Dr. Monakhov betonte die Bedeutung der Veranstaltung: „Dieser Workshop hat eindrucksvoll gezeigt, welche zentrale Rolle die molekulare Wissenschaft – von redoxaktiven molekularen Oxiden bis hin zu elektrochemischen memristiven Bauelementen – für zukünftige neuromorphe Technologien spielen kann. Diese Konzepte eröffnen neue Ansätze für Anwendungen von Computing über Sensorik bis hin zur Neuroprothetik. Wir freuen uns bereits auf die zweite Ausgabe dieses Workshops.“
Die ausgebuchte Veranstaltung brachte führende Forschende aus Deutschland, Italien, Indien und Japan zusammen. Vertreterinnen und Vertreter aus Chemie, Materialwissenschaft, Physik und Ingenieurwissenschaften diskutierten aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven. Der Workshop förderte einen intensiven interdisziplinären Austausch und legte den Grundstein für neue internationale Kooperationen an der Schnittstelle zwischen molekularen Systemen und neuromorphen Bauelementen.

