Die Fakultät für Chemie der Universität Leipzig hat in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM) erfolgreich Mittel des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) zur Verbesserung der Lehre eingeworben. Ziel des geförderten Projekts ist die Etablierung innovativer Lehrformate in der Ausbildung von Chemiker*innen an der Universität Leipzig.
Initiiert wurde der Antrag von den Professor*innen Ralf Tonner-Zech, Kirsten Zeitler und Benjamin Dietzek-Ivanšić, dem wissenschaftlichen Direktor des IOM. Das auf drei Jahre angelegte Projekt verfolgt das Ziel, Methoden der künstlichen Intelligenz, des Data Science und digitale Kompetenzen stärker im Chemiestudium zu verankern. Damit sollen Studierende in diesen zukunftsrelevanten Kompetenzen gestärkt und auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten chemisch-pharmazeutischen Industrie vorbereitet werden.
Der FCI hebt in seiner aktuellen Förderbekanntmachung die wachsende Bedeutung datenwissenschaftlicher Methoden für Chemie und Pharmazie hervor. Bundesweit profitieren 19 Universitäten und 4 Hochschulen von der mit insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro ausgestatteten Förderinitiative – darunter auch die Universität Leipzig.
Gefördert werden Lehrkonzepte, die datenwissenschaftliche Methoden dauerhaft in die Ausbildung integrieren, wie etwa Künstliche Intelligenz in der Datenanalyse und Prozessoptimierung, Laborautomatisierung, praxisnahe Programmierangebote oder elektronische Laborjournale. Viele der Projekte sind interdisziplinär angelegt und verbinden Chemie gezielt mit Informatik und Statistik.
Mit dem gemeinsamen Lehrprojekt leisten die Universität Leipzig und das IOM einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung einer zukunftsorientierten naturwissenschaftlichen Ausbildung und zur Förderung digitaler Kompetenzen des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die besondere Stärke bei der gemeinsamen Antragstellung ist die Einbindung der umfangreichen und interessanten Forschungsdatenbasis des IOM in die studentische Ausbildung an der Fakultät für Chemie.

