Wie können Forschungsergebnisse noch gezielter ihren Weg in die Anwendung finden und dort Wirkung entfalten? Mit dem neu eingerichteten Transferbeirat, der am 1. September zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkam, stärkt das Leibniz-IOM seine strategische Transferarbeit um eine externe Perspektive. Das Gremium soll das Institut dabei unterstützen, Transferpotenziale frühzeitig zu erkennen, bestehende Aktivitäten weiterzuentwickeln und den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen der Forschung noch besser sichtbar zu machen.
Der Transferbeirat vereint unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen aus Innovationsforschung und Foresight, Technologietransfer und Unternehmensentwicklung, industrieller Prozessentwicklung sowie regionaler Wirtschaftsförderung. Dem Gremium gehören Dr. Juliane Welz, André Hofmann, Dr. Joachim Stühler und Jörn-Heinrich Tobaben an. Als Gast nahm Prof. Dr.-Ing. Thomas Mussenbrock, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des IOM, an der Sitzung teil.
Um die Forschung und ihre Transferpotenziale des IOM kennenzulernen, erhielten die Mitglieder bei einem Rundgang Einblicke in die Elektronenstrahl-Membranmodifizierung sowie die Ionenstrahlbearbeitung mit der RIBE 450, die unter anderem für Anwendungen im Bereich der EUV-Lithografie eingesetzt wird. Anschließend standen konkrete Transferaktivitäten und deren Entwicklungsperspektiven im Fokus, wie bspw. das regionale Bündnis GRAVOmer.
Jörn-Heinrich Tobaben fasst seine Eindrücke zusammen: „Das IOM verfügt über ausgesprochen starke Kompetenzen in technologischen Nischen. Jetzt geht es darum, die Geschichten hinter diesen Kompetenzen noch sichtbarer zu machen und zu zeigen, welchen Beitrag das Institut zu aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen leisten kann.“
Die konstituierende Sitzung bildet den Auftakt für einen regelmäßigen Austausch. Mit den unterschiedlichen Erfahrungen seiner Mitglieder soll der Transferbeirat neue Impulse geben, strategische Entwicklungen kritisch begleiten und dazu beitragen, die Wege von der Forschung über den Transfer bis zur konkreten Wirkung noch stärker in den Blick zu nehmen.


