Am 10. und 11. März fand am Laser Zentrum Hannover (LZH) das erste Statusmeeting „Fusion“ statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom LZH und dem Projektträger VDI Technologiezentrum organisiert und durch das BMFTR finanziert.
Im Rahmen des zweitägigen Vernetzungstreffens wurden die aktuellen Fortschritte der laufenden Verbundprojekte aus der Fördermaßnahme „Basistechnologien für die Fusion – auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk“ (Modul A, Runde 1) präsentiert. Die vorgestellten Projekte decken die drei zentralen Fusions-Hubs Magnetfusion, Trägheitsfusion und Brennstoffkreislauf ab.
Für das am IOM angesiedelte Projekt „NanoAR – Entspiegelnde Metaoberflächen auf Materialien mit großer Bandlücke“ nahm Dr. Gregor Dornberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter im IOM-Forschungsbereich Ultra-Präzisionsoberflächen/ Ionenstrahlgestützte Strukturierung und Glättung, an der Veranstaltung teil. Er präsentierte die Projektinhalte im Rahmen eines begleitenden Posters und stand für fachliche Diskussionen zur Verfügung.
Das Projekt "NanoAR" adressiert zentrale Herausforderungen der Laserträgheitsfusion. Ziel ist die Entwicklung hochbelastbarer, nahezu reflexionsfreier optischer Oberflächen, die extremen Laserleistungen standhalten. Hierfür werden innovative nanostrukturierte Metaoberflächen erforscht, die Reflexionen deutlich reduzieren und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit optischer Materialien mit großer Bandlücke, wie beispielsweise Quarzglas, erhöhen. Ein besonderer Fokus liegt auf der direkten Nanostrukturierung einer Oberfläche als Alternative zu klassischen Kombination aus einem Substratmaterial und mehreren darauf aufgebrachten Materialschichten.
Mit diesem Ansatz leistet NanoAR einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Lebensdauer von Hochleistungsoptiken in zukünftigen Fusionsanlagen. Der Forschungsbereich Ultra-Präzisionsoberflächen stärkt damit nicht nur seine Kompetenzen im Bereich ionenstrahlgestützter Nano- und Mikrostrukturierung von Oberflächen, sondern trägt gemeinsam mit der Beteiligung am Netzwerk SAXFUSION maßgeblich zur Weiterentwicklung der Fusionsforschung in Deutschland bei.

